Glosse

Seit Oktober 2007 schreibe ich für die Main-Post die Glosse "Gotthold & Eustach" und beleuchte dabei verschiedenste, meistens ganz aktuelle Themen, mit der ganz besonderen Sichtweise von Gotthold und Eustach. Die Glosse erscheint alle zwei Wochen jeweils am Dienstag in der Bad Neustädter Ausgabe der Main-Post. Besucher unserer Internet-Seite können alle Glossen nachlesen.


Gl├╝ck ohne Grenzen Hochdeutsch

(18.09.2018)
 

Wenn man sieht, was derzeit bei uns in Deutschland und in ganz Europa los ist, fragt man sich, ob es nicht gescheiter wäre, alles, wirklich alles, über den Haufen zu schmeißen und ganz von vorne anzufangen. Grenzen: weg! Regierungen: weg! Behörden: weg! Gesetze: weg! Anarchie aller Orten! Würde es dann vielleicht besser funktionieren als jetzt? Wir könnten es ja einmal von Grund auf neu denken. Die Erde hat eine Gesamtoberfläche von ca. 510 Millionen Quadratkilometer (qkm). 360 Mio. davon sind Wasser, bleiben 150 Mio. qkm Festland. Davon wiederum sind nur knapp 50 Mio. nutzbar, der Rest ist Eiswüste, normale Wüste, Steppe, Urwald usw. Auf knapp 50 Mio. qkm Land könnten sich wir ca. 7,5 Milliarden Menschen also breitmachen und austoben. Wenn wir schon ganz neu anfangen, wollen wir so gerecht als möglich sein. Am Tag X bekäme jeder von uns 7,5 Mrd. Menschen ca. 6.400 qm Land. Jeder für sich. Vom kleinsten Baby bis zum ältesten Menschen. Müsste halt jeder sehen, wie er alleine auf seinem Grundstück klar käme. 6.400 qm - das ist schon etwas. Stell‘ dir einmal einen Bauplatz in dieser Größe vor. Noch so schlecht. Und ich habe es ausgerechnet: jeder andere Mensch wäre damit rein theoretisch im Umkreis 90 m entfernt. Auch Eheleute, die rund 30, 40 oder 50 Jahre miteinander verheiratet sind. 90 m auseinander . Da wäre Ruhe! Reine Theorie halt. Denn: bis jetzt haben wir die ganze Weltbevölkerung nur so gleichmäßig wie nur irgend möglich verteilt. Aber dann ginge es los. Wir müssten ja leben und essen und trinken. Geschäfte wie Lidl, Aldi, Netto, Tegut und Metzger, Bäcker usw. gäbe es ja alles nicht. Aber natürlich Fauna und Flora. Jeder bekäme wegen mir ein Jagdgewehr und müsste sehen, wie er zu etwas zu essen käme. Und schon ginge die Streiterei los. Garantiert! Nicht einen Tag würde es dauern! Auf einem Grundstück gäbe es zum Beispiel ein Wildschwein, der Bewohner hat Hunger auf einen guten Wildschweinbraten und ginge auf die Pirsch. Die Sau kommt, er legt an, schießt aber vorbei. Ist halt kein geübter Jäger. Sein Nachbar aber schon. Die Sau rennt auf dessen Grundstück und wird geschossen. Und schon hätten wir den ersten Krieg: „Du Sauhund, hast meine Sau geschossen!“ Und der andere: „Na und? War ja auch auf meinem Grundstück!“ Und das ist nur ein kleines Beispiel. Machen wir also weiter wie bisher und versuchen wir, so gut als möglich miteinander auszukommen. Es bleibt uns ohnehin nichts anderes übrig. Servus, der Eustach.

 

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